Der Orts- und Familienforschung in Ostpommern stehen heute eine Vielzahl von historischen Quellen zur Verfügung.
Wer sich, zumeist auf der Suche nach der Herkunft der eigenen Vorfahren, für diese Quellen interessiert, muss sehr viel Zeit aufwenden, wenn er alle Bibliotheken und Archive besuchen, alle Dokumente sichten und auswerten möchte.
Vieles bleibt somit unerforscht, während andere Quellen mehrmals von unterschiedlichen Orts- und Familienforschern ausgewertet werden.

Die Erfassung und Auswertung
von Amts- und Kreisblättern


Im Zuge der Stein-Hardenberg´schen Reformen wurde zwischen 1815 und 1818 auch die Verwaltungsgliederung Preußens reformiert. Der gesamte Staat wurde in acht Provinzen unterteilt, die wiederum in Regierungsbezirke und dann in Kreise gegliedert wurden. In Pommern hatte man die Regierungsbezirke Stettin und Köslin eingerichtet und dort "Königliche Regierungen" eingesetzt. Die späteren Kreise Belgard, Köslin, Kolberg-Körlin, Dramburg, Schlawe, Rummelsburg, Stolp, Neustettin, Bütow und Lauenburg bildeten den Kösliner Regierungsbezirk.

Mit dem Entstehen der neuen Regierungsbezirke wurden wöchentlich erscheinende Amtsblätter ins Leben gerufen, die Bekanntmachungen und Informationen von allgemeinem Interesse aus den jeweiligen Städten und Gemeinden veröffentlichen. Das Kösliner Amtsblatt ist dabei für den gesamten Zeitraum von 1816 bis 1945 erhalten, allerdings nur in Form einiger weniger Originalexemplare in Bibliotheken und Archiven. Aus diesem Grunde zählt es seit mehr als zwei Jahren zu den Hauptanliegen der Arbeitsgemeinschaft "Orts- und Familienforschung", auch diese wichtigen Quellen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Ergebnis des 1. Jahrgangs von 1835 liegt als PDF-Dokument vor.


Ebenfalls von zentraler Bedeutung für die Orts- und Familienforschung stellen sich eine Reihe von Jahrgängen der Schlawer Zeitung und des Schlawer Kreisblatt dar, die als Zeitungstitel aus dem Kreis Schlawe erhalten geblieben sind. Die "Schlawer Zeitung" erschien seit dem Ende des 19. Jahrhunderts als Tageszeitung. Das "Schlawer Kreisblatt" wurde als Wochenblatt für den damaligen Kreis Schlawe insbesondere für öffentliche Bekanntmachungen verwendet und ist somit für die regionale Heimatforschung von zentraler Bedeutung.

Die heute bestehenden Originaltitel der "Schlawer Zeitung" und des "Schlawer Kreisblattes" können in der Staatsbibliothek zu Berlin eingesehen werden. Insgesamt umfasst der vorliegende Bestand etwa 12.000 Seiten. Aufgrund dieses Umfangs der Zeitungsbände konnte es bisher dem einzelnen Orts- und Familienforschen nicht gelingen, sämtliche Titel nach den für ihn wichtigen und interessanten Namen und Themen zu bearbeiten.

Seit einiger Zeit sind für den Kreis Schlawe die Kreisblätter der Jahrgänge 1843-1914 im Internet verfügbar. Das macht zumindest für diesen Zeitraum die Suche nach Namen und Orten nicht mehr unmöglich, sondern nur noch für den Einzelnen mühsam und schwer. Aus diesem Grunde hat der Verein Ostpommern e. V. mit der umfangreichen und vollständigen Erfassung sämtlicher Namensnennungen in den Schlawer Kreisblättern begonnen.


Die erfassten Daten sind heute Teil der Online-Datenbank "Ostpommern". Den Zugriff hierzu erlangen Sie direkt auf dieser Internetseite.