Dorfschulmuseum Hiddenhausen

19. Jahrestagung des Vereins Ostpommern e. V. 2022

Tag 1

Der offizielle Teil der Tagung startete am Samstag mit der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden, Herrn Sielaff. Er begrüßte den Gastredner, Vertreterinnen und Vertreter befreundeter genealogischer Vereine und natürlich die Vereinsmitglieder.

Anschließende startete Jos Kaldenbach seinen Vortrag über die Ostindische Compagnie und mögliche Bezüge zu Pommern.

Er berichtete über das Geschäftsmodell der Ostindischen Compagnie, die Umstände, die die Menschen zur Seefahrt brachten, das Leben an Bord und von Recherchemöglichkeiten in niederländischen Archiven.

Nach diesem sehr informativen Einstieg in die Jahrestagung und der Mittagspause starteten die Tagungsgäste zu einer Exkursion in die Museumsschule Hiddenhausen.

In einem ausführlichen Vortrag wurde zunächst die Geschichte des Schulgebäudes und Schulwesens in Hiddenhausen erläutert. Anschließend bekamen die Tagungsgäste einen sehr lebendigen Eindruck vom Schulleben in einer preußischen Dorfschule vor 200 Jahren in Form eines nachgestellten Unterrichts.

Die „Schülerinnen und Schüler“ erlebten, wie man auf einer Schrifttafel die deutsche Schrift erlernte, wie die Grundrechenarten vermittelt wurden und mit welchen Strafen die Kinder zu rechnen hatten, wenn sie sich nicht an die (strengen) Regeln hielten.

Nach der Rückkehr gab es dann im Rahmen des Teilnehmerforums die Gelegenheit, verschiedene Fragen in großer Runde zu besprechen.

Den Abschluss des ereignisreichen Tages bildete dann die obligatorische Mitgliederversammlung des Vereins.

Tag 2

Der 2. Tagungstag begann mit dem Vortrag „ Ahnenforschung in Gutsdörfern – irgendetwas findet man immer“

Herr Sick beschrieb in seinem Vortrag Möglichkeiten zur Ermittlung von genealogischen Daten und Erkenntnissen ohne Kirchenbücher. Anhand eines konkreten Falles beschrieb er, wie man durch die Kombination von Kirchenbüchern, Grundakten, Testamenten und Testamentseröffnungen doch noch zum Ziel kommen kann, obwohl keine Kirchenbücher als Nachweis für Geburt, Taufe, Hochzeit oder Tod zur Verfügung stehen.

Der Vortrag machte deutlich, dass man fehlende oder unvollständige Kirchenbücher durchaus mit Hilfe von Informationen, die in der Regel nur in Archiven angeboten werden, viel Geduld und Spürsinn kompensieren kann.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es noch einmal die Möglichkeit, Fragen zu stellen und die neuen Eindrücke mit den anderen Gästen zu diskutieren.