20. Jahrestagung des Vereins Ostpommern e. V. 2023

Der offzielle Teil der Tagung startete am Samstag mit der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden, Herrn Sielaff.

Er begrüßte neben den wieder zahlreich erschienenen Mitgliedern die diesjährige Gastrednerin, Frau Krause vom Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStAPK), Gäste von genealogischen Vereinen und richtete die Grüße von Mitgliedern aus, die aus verschiedenen Gründen nicht an der Tagung teilnehmen konnten.

Gastvortrag

Frau Krause lieferte in ihrem Vortrag umfangreiche Hinweise für die Vorbereitung und Durchführung eines Besuchs des GStAPK, wie z.B. Sichtung von Findbüchern, den Online-Katalogen, Ermittlung von Signaturen und Bestellung von Archivalien, damit diese rechtzeitig zum Archivbesuch in Berlin-Dahlem zur Verfügung stehen.

Im zweiten Themenbereich beschrieb sie Bestände, die Informationen zu Pommern enthalten können.

Nach dem Vortrag hatten die Anwesenden erneut Gelegenheit zum Austausch und der Recherche in einigen vom Verein bereitgestellten Schriften, Büchern und Karten.

Ausflug

Nach der Mittagspause fuhren die Tagungsgäste dann nach Detmold, um an einer Führung im dortigen Freilichtmuseum teilzunehmen. Im Rahmen des interessanten und unterhaltsamen Rundgangs auf dem weitläufigen Museumsgelände gab es vielfältige Informationen z.B. zum bäuerlichen Leben im 18. und 19. Jahrhundert, dem Aufbau und der Nutzung eines Hallenhauses und Redewendungen aus der Zeit, die sich bis in die Neuzeit erhalten haben.

Abends führte der Verein die obligatorische Mitgliederversammlung durch, in deren Verlauf der Vorstand über die Vereinstätigkeiten der vergangenen 12 Monate, die finanzielle Situation und die geplanten Aktivitäten für den nachfolgenden Berichtszeitraum berichtete.

Am Sonntag stellte Herr Sielaff in seinem Vortrag die interessanten Erkenntnisse und Vorgehensweise seiner Forschungen zu zwei Höfen in Altschlawe vor, die Teil eines mehrjährigen Streits zwischen dem Bauern Böttcher und verschiedenen Behörden und Gerichten der preußischen Administration waren.

Der Vortrag, der mangels Kirchenbüchern und Personenstandsunterlagen hauptsächlich auf Informationen aus Grundakten basierte, machte auf sehr eindrucksvolle Weise deutlich, dass Grundakten eine äußerst informative Quelle sind, die es ermöglichen, die eigene Ahnenforschung fortzusetzen, auch wenn es keine Standesamtsunterlagen und Kirchenbücher (mehr) gibt.